Tochtergesellschaft der russischen ‚Gazprombank‘ lanciert Bitcoin-Angebot

Eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der privaten russischen Bank Gazprombank (JSC) gab bekannt, dass sie von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) die Genehmigung erhalten hat, ihren Firmen- und institutionellen Kunden Verwahrungsdienstleistungen für Krypto-Währungen sowie den Handel zwischen Krypto- und Fiat-Währungen anzubieten. Die Gazprombank teilte mit, dass sie diese kryptofokussierten Dienstleistungen zunächst einer ausgewählten Gruppe von Kunden, die Bitcoin besitzen, zur Verfügung stellen werde, aber sie plane, „schrittweise“ zusätzliche Kryptowährungen aufzunehmen:

Wir erwarten, dass digitale Vermögenswerte in der globalen Wirtschaft und insbesondere für unsere gegenwärtige und potenzielle Kundschaft immer wichtiger werden.

Der CEO der Bank, Roman Abdulin, sagte, dass die Gazprombank die Blockkettentechnologie eingesetzt habe, um den Kunden „Sicherheit“ und Benutzerfreundlichkeit zu bieten. Darüber hinaus wird sie als regulierte Bank Due-Diligence-Verfahren anwenden und die Einhaltung der Schweizer Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäscherei und zur Kundenkenntnis sicherstellen.

Die Gazprombank, die mit dem Krypto-Custody-Lösungsunternehmen Metaco und der Fintech-Firma Avaloq zusammengearbeitet hatte, hatte bereits Ende 2018 mit der Arbeit an diesen Krypto-Dienstleistungen begonnen. Damals hiess es, dass die Benutzer in der Lage sein werden, Bitcoin Revolution zu kaufen und zu verkaufen, „ohne eine Krypto-Geldbörse oder eine private Schlüsselverwaltung zu benötigen“. Es fügte auch hinzu, dass das Hardware-Sicherheitsmodul (HSM) von Metaco „eine militärische Sicherheitslösung für die Aufbewahrung privater Schlüssel und die Verwaltung von Brieftaschen und Operationen“ mit Multisignatur-Unterstützung gewährleistet.

Die Muttergesellschaft der Bank hat ihren Sitz in Russland, wo die neuen Vorschriften des Landes über den Krypto-Handel und den Bergbau besagen, dass es seinen Bürgern ab 2021 nicht mehr erlauben wird, Kryptographie als Zahlungsmittel für Waren oder Dienstleistungen zu benutzen.